Donnerstag, 17. Mai 2007 Um 6 Uhr (!) Aufstehen hieß es nach der kuscheligsten aller Nächte. Die Schlafplatzverteilung hatte nicht ganz so geklappt (oder besonders gut, wie man’s sieht). Heike und Till durften es sich auf einer Isomatte bequem machen, Falk klaute Hannes den Schlafsack und nahm ungebeten neben Anne auf ihrer Luxusmatte Platz. Naja, nach dem hundertsten Bier nimmt man das nicht mehr so genau. Die Pein des frühen Aufstehens erfüllte zumindest ihren Zweck: Zum ersten Mal in der fast 30-jährigen Geschichte der Chaoten fuhr der Bus 8 Minuten vor der geplanten Zeit ab. Welch einmaliges Erlebnis. Nur die ehrgeizigsten Trinker starteten auch diese Fahrt mit einem Bier, das aber offensichtlich nicht genießbar war. Die meisten Chaoten nutzten die Busfahrt größtenteils zum Schlafen, so auch der Posaunensatz, weshalb der Bericht an dieser Stelle sehr kurz ausfällt. Die Ruhephase wurde nur durch die Fährüberfahrten unterbrochen, bei denen wir aus dem Bus geworfen wurden. Mit Erreichen der schwedischen Landesgrenze führte uns Stefan B. mit einem Crashkurs in die Landesprache ein. In weiser Voraussicht schrieben Till und Hannes mit und ordneten die Sätze nach der vermutlichen Reihenfolge in einer Konversation. Nur so viel sei gesagt: „Wie heißt du?“ kam an 4. Stelle und „Danke“ erst nach „Willst du mit mir schlafen“. So um 5 Uhr kamen wir dann in Växjö an, wo wir schon von Isterbandet erwartet wurden. Nach einigem Hin und Her hatten wir tatsächlich die Schlafsachen an ihrem Platz (dieses Jahr aus Brandschutzgründen in einer Schule in der Nähe der Hütte am See) und die Jamsachen & Bier und Wein im Brygghuset. Die schwedischen Würstle erwarteten uns schon auf dem Grill. Endlich wieder Fleisch für die Meute. Während dem gemeinsamen Essen und Trinken konnte Till „The Tillman“ Selig und Hannes ihre neu erlernten Schwedischkenntnisse dann in der Praxis erproben. Es trug immer wieder zur allgemeinen Belustigung bei, auch wenn der Erfolg ausblieb. Der Nachhilfeunterricht der Schweden hat nicht wirklich geholfen, da sie die beiden ständig nur verarscht haben. Aber am Ende haben wir doch noch rausbekommen, dass „värddelös“ nicht geil heißt sondern, wer hätte es gedacht: wertlos. Von anderen schlimmen Worten, die noch nicht mal einer der Schweden erklären wollte, ganz zu Schweigen. Irgendwann haben die Jammer dann ihre Instrumente geschwungen und stundenlang nicht aus der Hand gegeben. Naja, nachdem der Berentzen die Runde machte, ein paar schon. Dies üble Zeug hat auch unserem Hannes den Rest gegeben, der daraufhin wieder eine seiner gruseligen mit offenen Augen schlafen Performances hinlegte. Zum Glück war er dann irgendwann wieder fit, sonst wäre das Ende des Abends nur halb so lustig gewesen. Auf jeden Fall nicht für Bilge und Hanne, die wohl den lustigsten Heimweg ihres Lebens hatten mit Hannes und nachts noch neue Parfümkreationen erfanden (Hanne, dein Parfüm riecht nach Dachs…). Aber auch das Hannes fremde Pärchen umarmt, im Glauben Heike würde mit irgendeinem Typen rumknutschen, war sehr amüsant. Nachdem sich unter den Chaoten die Müdigkeit ausbreitete, suchten wir - bis auf einen, der die Nacht lieber in trauter Zweisamkeit verbrachte - unsere Schlafstätte auf. Die Posaunen
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