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Mülsen 2007 PDF Drucken E-Mail

Sonntag, 13. Mai 2006

Nach einer teilweise erholsamen Nacht bescherte uns die Bäckerei Korb ein grandioses Frühstück mit frischen Brötchen, das zum Glück auch nicht allzu früh begann (9:30 Uhr). Leider konnten dieses Frühstück nicht alleMülsen 2007 genießen (gell Falk). Nach dem gemütlichen Frühstück ging es zum Aufbauen für das Werbe-Jammen und unseren großen Auftritt beim Radler-Sonntag. Während die Jammer die vorbeidüsenden Sonntagsfahrer erfreuten, verteilten einige Chaoten unter Einsatz ihres Lebens Flyer im fließenden Verkehr, was zu einigen Beinahe-Unfällen führte. Ab und zu sammelten sich einige Radler vor den Musikern, was den Verkehr fast zum Stillstand brachte. Doch das war der Einsatz für unseren Verkehrspolizisten Bobby Matthias F.: Mit seiner offensiven Verkehrsregelungstechnik jagte er den Radlern wohl etwas Angst ein, was den Verkehrsfluss schnell wieder herstellte. Wir haben uns sehr amüsiert.
Der Jamauftritt endete gegen 12:00Uhr, anschließend gab es Mittagessen, was uns freundlicherweise von der Kirchengemeine St. Jakob zu Verfügung gestellt wurde. Zum Nachtisch gab es sogar leckeren Kuchen, hier noch mal einen herzlichen Dank.
Während des Mittagessen bekamen wir Verstärkung: Hannes war mit dem Zug nachgereist, weil er am Samstag noch einen Auftritt mit einer anderen Big Band hatte.




Anschließend ging die Vorbereitung auf den ersten Auftritt los. Da der Kirchplatz, unser Auftrittsort, war ungefähr 100 m abseits der Fahrradstrecke gelegen. Zur Erklärung, das Dorf Mülsen besteht eigentlich nur aus einer Straße mit wenigen Nebengässchen. Diese Straße ist 20 km lang und das Dorf hat ungefähr 13000 Einwohner.Mülsen 2007
Aufbauen, Instrumente einspielen, Stimmen, sodass pünktlich um 14:00 Uhr das erste Stück Abracadabra erklingen konnte. Die wenigen Zuschauer und –hörer vermehrten sich jedoch ziemlich schnell, sodass am Ende des ersten Sets bestimmt 30-40 Gäste uns zuhörten. Und sie bekamen auch einiges zu geboten. Wir spielten ein bunt gemischtes Programm quer durch die Big Band Kultur. Dazu sang immer wieder unsere bezaubernde Sängerin Bilge. Sehr zur Unterhaltung trugen die Shows bei, die wir zu einigen Stücken zeigten. Egal, ob Zauberer, Studenten mit Rückenproblemen oder Choreographien während der Stücke, es gab immer was zu sehen.
Nach der ersten kurzen Pause nahm die Zahl der Zuschauer leider ab. Wir spielten trotzdem tapfer und in der prallen Sonne bis 16:30 Uhr. Es klappte zwar noch nicht alles, aber für die Premiere, war es schon mal nicht schlecht.
Leider musste uns Troto nach dem Auftritt verlassen, da er aus beruflichen Gründen zurück an die Uni musste (er kann arme kleine Studenten nicht alleine lassen). Das ist ein herber Verlust für unsere professionellen Auftritte. Wir werden an dich denken, Troto!
Nach dem anschließenden Abbau und Beladen des Busses gingen wir zurück zu unserer Unterkunft in dem Haus der evangelischen Landeskirche. Jetzt hatten wir erstmal Zeit uns zu erholen. Die einen lasen, andere genossen ihre ersten Biere, manche lagen herum oder telefonierten löblicherweise mit ihren Mamis zwecks Muttertagsgratulationen. Gegen 19:00 Uhr kam dann die örtliche Kirchjugend, mit denen wir gemeinsam grillten. Neben normalen Steaks gab es „Rösti“ (= Wurst). Den Abend über spielten wir Tischtennis, HackySack oder Tischfußball. Bei gemütlichem Zusammensein wurde geplaudert und interkultureller Austausch gepflegt (nein Heike, nicht so wie du wieder denkst - aber deine privaten Geschichten über die letzte Tour waren doch sehr amüsant ;-)). Mit der Zeit verabschiedeten sich die Einheimischen und wir waren wieder unter uns. Es mussten erstmal Wunden geleckt werden, was aber nicht an der Kirchjugend lag. Bernd verletzte sich beim Tischtennisspielen am großen Zeh und Uli stach sich mit einer Sicherheitsnadel (von wegen und Sicherheit) in den Oberschenkel.
Leider war unser Bier schon fast leer, so dass zu fiesen Mitteln gegriffen werden musste. Bernd versteckte das letzte Bier im Schrank, was an sich schon eine Unverschämtheit ist. Till und Hannes waren so getrieben von dem Geschmack nach mehr, dass sie schließlich die Flasche fanden. Ihr Plan war: Neues Versteck auf dem Schrank und anschließend die Beute teilen. Doch sie machten ihre Rechnung ohne Matthias M. Der fand wiederum die Flasche und machte kurzen Prozess mit ihr. Als das Till bemerkte, verdächtigte er natürlich sofort Hannes das Bier geklaut und sich mit ihm davon gemacht zu haben, zumal Hannes zu diesem Zeitpunkt nicht auffindbar war. Doch es klärte sich alles auf und niemand war dem anderen böse. Oder etwa doch? Denn wer hat sonst kurz darauf den armen Matthias in der Toilette eingesperrt?
Das Haus kam wieder zur Ruhe und wir verteilten uns, manche spielten Poker, der Kickertisch fand auch seine Verwendung und einige sangen und grölten durch das Haus. Draußen wurden sie von den in ihrer Abendruhe gestörten Anwohnern vertrieben, im Obergeschoss fanden sie keine Zustimmung bei den sich professionell gebenden Pokerspielern, so dass sie schließlich im Erdgeschoss landeten und dort ihre Stimmen ausprobierten.
Für manche endete der Abend bereits vor 12, weil sie wohl zu tief ins Glas geschaut hatten, aber auch für andere war um spätestens 1 Uhr Schluss. Die letzten beendeten ihr Kickerspiel, Heike stellte sich und die Musik ab und Jürgen versank in seinem neusten Science-Fiction-Heftchen auf dem Sofa.
Als das Haus endlich zur Ruhe kam, wurde es draußen unruhig: ein Gewitter zog auf. Vielleicht zogen wir uns durch unser Verhalten in dem Gotteshaus Gottes Zorn auf uns….


Die Posaunen von Jericho, ähhh ACO
Bernd, Markus und Matthias F.


 
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