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Bamberg 2007 PDF Drucken E-Mail

Samstag, 12. Mai 2007

Worauf schon seit Wochen hingefiebert wurde, wurde am Samstag, den 12.Mai, dann endlich war: der Startschuss zu unserer diesjährigen Tour war gefallen. Zu einer doch recht studentenfreundlichen Zeit um 11 Uhr trafen wir uns alle(bis auf die Quotenzuspätekommer, die doch jedes Jahr zum Schmieren der Lachsbrötchen nötig sind) pünktlich auf die Sekunde am Proberaum um voller Elan Instrumente, Unmengen von Nudeln und weiterem typischen Student-Food, Taschen und natürlich das Wichtigste - das Bier - in den Bus einzuladen. Kurze Zeit später stellte sich schon das erste Platzproblem in Aussicht und so waren alle männlichen Bandmitglieder für sicherlich ganze zehn Minuten mal froh, eine Bigband des technischen Universitätsteiles zu sein und nicht mehr weibliche Mitglieder zu haben, als Bilge mit ihrem großem Koffer ankam. Doch irgendwann war auch dieses Problem beseitigt und der Abfahrt stand kaum noch etwas im Wege.

Wie das Jahr zuvor auch sollte unsere erste Tourstation der berühmte „Wilde Rose Keller“ in Bamberg sein, der allerdings gar kein Keller ist, sondern ein Biergarten ist (und wo wir schon letztes Jahr durch betrunkene Stolpereien seitens der Saxofone und rutschende Oberteile des Balletts geglänzt hatten). Genau dies sollte uns dieses Jahr dann auch zum Verhängnis werden, dazu allerdings später mehr…

Vor der Abfahrt gab es noch die heiß erwarteten TourT-Shirs für alle, die – obwohl ungewaschen – vor allem bei den Damen-Shirts manchmal erschienen, al wären sie schon einmal zu heiß gewaschen worden. Aber immerhin wissen wir dann ab jetzt, dass L nicht für Large, sondern für little steht…

Gut ausgestattet und bestens gelaunt konnten wir sodann in den Bus steigen und das erste Bierfass für die Abfahrt zapfbereit machen. Die Balletten, die dieses Jahr nur teilweise auf Tour mit dabei sind, wurden ausgelagert und fuhren sozusagen als Bandgroupies im Auto hinter dem Bus her. Da die „wilde Rose“ - wie zuvor erwähnt – ein Biergarten ist, wussten wir bis zu diesem Augenblick noch nicht einmal, ob wir in Bamberg überhaupt spielen würden. Schließlich schien bei unserer Abfahrt die Sonne immer nur zwischenzeitlich mehrere Minuten lang hinter den Wolken hervor, und bei solch einem Wetter geht man als echter Franke eben scheinbar nicht in einen Biergarten.

Der erste Stau erwartete uns auch schon nach weniger als zehn Minuten, was die Stimmung aber nicht im Geringsten drückte, da das Bier bis dahin schon floss und die ersten Lachsbrötchen den Umlauf machten. Obwohl Hannes als Fischpastetenschmierer noch gar nicht da war, kamen alle voll auf ihre Kosten und Alex machte sich als Schmierersatz nicht einmal so schlecht.

Die nächsten Stunden verbrachten wir damit, das erste Fass zu leeren und vor allem die Anwesenheit Trotos machte sich Bemerkbar. Doch auch Falk versuchte noch, tapfer mitzuhalten. Um 14 Uhr war es dann schließlich soweit und uns erreichte die schlechte Nachricht mitten im Bier trinken: der „Wilde Rose Keller“ blieb wegen schlechtem Wetter geschlossen. Scheinbar geht man als Franke wohl wirklich nicht bei Wolken in den Bierarten.

Trotzdem fuhren wir tapfer weiter bis nach Bamberg, konnten mangels Auftrittgleich auch das zweite Fass leeren und sogar die Balletten verfolgten uns bis dahin. In Bamberg angekommen hatten wir dann sehr viel Zeit, um bei dem unheimlich schlechten Wetter Eis zu essen, durch die Stadt zu bummeln, mit unseren Overalls Aufsehen und Erinnerungen an das letzte Jahr zu erwecken. Dies funktionierte natürlich nicht bei allen und so manch einer kam sich vor, als würde er die Stadt zum ersten Mal sehen, dabei war er letztes Jahr doch auch schon hier. Nach einer kurzen Verweilpause ging es sobald recht schnell wieder weiter, da uns noch ein längerer Weg in Richtung Zwickau bevorstand, wo wir die Nacht in unserem Auftrittsort des morgigen Tages verbringen würden. Zuvor wurde jedoch unsere Goupies verabschiedet und die Band muss nun bis Schweden erst mal selbst für sich tanzen.

Leider fiel auch unser essen im Biergarten aus, sodass es keinen bayrischen Schweinebraten mit Knödeln gab und auch von Schweinhaxe konnten wir nur träumen…die Entschädigung kam allerdings kurze zeit später und wir konnten uns mit Tomatensoße stärken, was ja sowieso viel besser schmeckt als Schweinshaxe…

Bis zu unserer Ankunft kann sich der Verfasser des Textes leider an nichts mehr erinnern, da er, glücklich kuschelnd mit Banane, die Müdigkeit des doch unheimlich frühen Tourstarts um 11 Uhr verdauen musste. Das Unterbewusstsein sagt mir jedoch, nichts Großartiges verpasst zu haben außer Falks Tagessieg über Troto und der Klassik CD…die man aber eben auch gut verpassen konnte.

Gegen 22 Uhrerreichten wir dann Mülsen und machten es uns sogleich im Gemeindehaus der Kirchengemeinde bequem. Das Pokerset wurde rausgekramt (weswegen doch tatsächlich das Bärchenwiegespiel übersehen wurde, das im Schrank zur Benutzung bereitstand), der Tischkicker eingeweiht und fleißig Chips und – natürlich alkoholfreie – Bowle getrunken, die uns Claudi freundlicherweise zubereitet hatte.

Der Rhythmus amüsierte sich in der Zeit beim Abwaschen und machte zumindest zu Beginn mehr dreckig als sauber…

So langsam steigerte sich auch meine Tagesform...leider konnte ich sie nicht allzu lange ausnutzen, da die meisten sich gegen 12 Uhr schon früh ins Bett verzogen…selbst Schuld wer nicht im Bus schläft sondern trinkt…so muss man auch vielzu oft pinkeln.

Die Balletten 

 

 

 
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