Festivaldaget Auftritt, Auftritt, Auftritt, Auftritt und jede Menge Spaß. Dokumentiert von den Posaunen. Gegen neun macht sich in unserer Turnhalle Unruhe breit. Immer mehr Chaoten öffnen die Augen. Nach einer kurzen Dusche und einer langen Schlange an der Toilette bringt Frida uns das Frühstück. Es gibt viel Gesundes (Cornflakes, Obst) und dafür nur wenig Wurst und Käse. Nun machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt, wo wir einen Auftritt haben. Hier stößt auch unser letzter Nachzügler zu uns. Bei diesen Auftritten merkt man, wie wichtig ein Ballett ist. Sobald getanzt wird bleiben mehr Leute stehen und schauen zu. Leider ist unser Ballett nicht dabei, aber netterweise springt das Ballett von der nächsten Band ein und tanzt mit. Wer sich über deutsche Bürokratie aufregt, sollte nicht nach Schweden fahren. Die Band nach uns bekommt einen Strafzettel, weil sie ihren Kleinbus auf dem Bürgersteig abstellen, um ihn als Umkleide fürs Ballett zu nutzen. Der Polizist zeigt kein Verständnis. Nach dem Auftritt holen wir unsere Lunchpakete ab und setzten uns vors Rathhaus auf die Wiese, um die Parade anzuschauen. Sie ist am ehesten mit einem Fasnachtsumzug vergleichbar. Die Fachschaften haben Wägen zu bestimmten Themen gestalten. Dazwischen spielen dann immer die Bands. Unser Betreuer Stein veranstaltet mit Freunden nach dem Umzug eine Grillparty im Park und wir entschließen uns kurzfristig, ein bisschen Musik dazu zu machen. Von unserem selbstkühlendem Bierfass sind die Schweden fasziniert. So etwas haben sie noch nie gesehen. Als wir gegen Abend das Festivalgelände betreten, werden wir viel stärker kontrolliert als am Vortag. Man muss jede Tasche öffnen und wird abgetastet. Das hält 2 Chaoten dennoch nicht ab ein Bierfass offen zum Eingang zu tragen und sich zum Abtasten hinzustellen. Sie sorgen für ungläubiges Kopfschütteln beim Securitypersonal. Der erste Auftritt am Abend ist noch spärlich besucht, doch die Stimmung bei Publikum und Band ist schon gut. Der zweite Auftritt (von 1:15 bis 2:00) dagegen wird das Highlight der ganzen Tour. Obwohl nur wenige von unserer Vorband dageblieben sind, erspielen wir uns in kurzer Zeit ein stattliches Publikum mit einer Bombenstimmung. Leider wird die vom Publikum (und von uns) gewünschte Zugabe von den Verantwortlichen von SOF abgeblockt, da wir die Bühne pünktlich an SMusK übergeben müssen. Zurück in unserer Halle stellen wir erfreut fest, dass Boston Promenade schon abgereist ist. So erübrigt sich die Suche nach einer Location, um noch ein paar Bier zu trinken. Frida kann uns nun auch das komische Prinzip des "Doppelschwebebalkens" vorführen. Da Alex gerade von der Toilette kommt, erklärt Ihm Frida, dass alle schon vorgeturnt hätten und er nun an der Reihe sei. Zur allgemeinen Erheiterung steigt Alex auf den Balken... Beim Abbauen treten noch kleinere Probleme auf da nicht klar ist wann man an welchem Seil ziehen muss und so rastet das Gerät immer wieder mit einem lauten Krachen in der Ausgangsposition ein. Also wie die nebenan schlafen können, da wir auch immer auf dem Weg zur Toilette durch ihre Halle müssen? Nun bauen wir eine Hochsprunganlage auf und führen ein Hochsprungwettbewerb durch. Sieger ist wird der Favorit Johann. Erschreckend ist allerdings dass er noch Höhen mit einem großen Schritt überwindet an denen andere bereits scheitern. Auch die 1,65, an der er letztlich scheitert, ist mancher gerade mal groß. Gegen 6, als es bereits hell ist, geht es dann langsam ins Bett. Morgen geht es zum Familjekonsert.
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