Breitenfelde Von Braunschweig aus führte uns unsere Tour weiter in den hohen Norden nach Breitenfelde bei Ratzeburg, ein kleiner 1800 Einwohner großer Ort (www.amt-breitenfelde.de) in Holstein. Beim abendlichen Auftritt im Gasthof "Siemer's" konnten wir ordentlich für Stimmung sorgen. Dokumentiert von den Trompeten. Bereits um acht Uhr warf uns Angela von Aka Blas mit einem lächelnden "Guten Morgen" aus den Schlafsäcken. Die durchzechte Nacht und wenig Schlaf war vielen ins Gesicht geschrieben. Hannes fand nicht einmal mehr den Weg zu den Anderen und verbrachte die Nacht vor der Tür. Angela und das von ihr für uns zubereitete Frühstück stimmte uns glücklich. Leider gab es Verluste: unseren Gasttrompeter Zahner, der um halb zehn auf seinen Bus musste, um seinen Zug nach Xanten zu erwischen. Der Rest posierte für das offizielle Tourfoto auf einer schönen Frau. Im Bus wurde erstmal der fehlende Schlaf nachgeholt. Wachgebliebene bemerkten bei der Essensinventur, dass Troto noch einige Sachen besorgen musste, weil er tags drauf mit einem Auto zu uns stoßen sollte. Nach einer Fahrt gespickt mit diversen Pinkelpausen und aufgehellt durch Fußballpausen kamen wir dann in Breitenfelde an. Dort wurden wir von dem autobegeisterten Pferd unserer Kontaktperson, Frau und Herr Bake, begrüßt. Der Bus wurde gleich in Position gebracht und passgenau auf dem Hof professionell von unserem Busfahrer Bernd eingeparkt. Wir genossen die ländliche Atmosphäre und den freundlichen Empfang bei Vesper, einem Kasten Licher (Importbier aus Hessen) und Kaffee auf dem Hof von Familie Bake. Danach richtete Herr Bake mit seiner Pritsche einen Instrumenten-Shuttle-Service zu Siemer's Gastof ein, um unsere bereits schwer gewordenen Arme auf dem Weg von 200 Metern zu entlasten. Aufgrund der durchyechten Nacht in Braunschweig war die Aufnahmefähikeit der Chaoten stark beeinträchtigt, und so dauerte es eine gute Stunde, bis Instrumente und Anlage ihren richtigen Platz auf der Bühne gefunden haben. Der erste Sound-Check liess Alex die Hände über den Ohren zusammenschlagen, da der Konzertsaal uynsere Sphährenklänge nicht in dem Maße akustisch wiedergab, wie es Alex gewohnt war: Rechte Winkel, nackte Wände und Parkettboden liessen es ordentlich krachen. Flexibel wie wir sind, brachten wir das in Griff, nachdem Alex uns ermahnte, selbst Forte-Stellen auf ein drastisches Piano zu reduzieren. Sound-Check erfolgreich! Frau Bake hat sich in der Zwischenzeit um unser Abendessen gekümmert. In dem Gasthof wird Noblessse gross geschrieben, und man servierte uns einem fein hergerichteten Speisesaal eine einheimische Spezialität: Sauerfleisch mit Bratkartoffeln, das der Stolz einer jeden holsteinischen Hausfrau zu sein hat. Nach dem vorzüglichen Mahl schritten wir zur Tat und eröffneten das Konzert mit dem "Big Dipper". Technische Schwierigkeiten sorgten für ein Lächeln bei Alt und Jung, als es aus den Box rhythmisch knacksen und ratterte. Die Ursache lag nicht am SeBASStian, wie anfangs vermutet, sondern daran, dass Joachim von den Saxophonen mit seinem Fuß sein Rhythmusgefühl auf dem Monitorkabel Ausdruck verlieh. Die Begeisterung über unsere Musik war den Norddeutschen ins Gesicht geschrieben, doch leider hatten sie zunächst noch Hemmungen, diese auszuleben. Nach einer Pause hatten wir es dann geschafft: das norddeutsche Eis war gebrochen. Die aufgestauten Emotionen entluden sich in tosendem Beifall. Auftritt erfolgreich! Der Bürgermeister von Breitenfelde lud uns daraufhin zu Freibier ein. Die Breitenfelder suchten regen Kontakt zu den Chaoten und prompt durfte auch jeder sich einen oder zwei mit nach Hause nehmen: zum Kuscheln und Drücken, aber mehr nicht, denn das hat uns Alex verboten. Man sass noch gemütlich im Gasthof zusammen bei einem Glas Wein oder Bier. Die Unterkünfte waren für Tourverhältnisse von äußerst hohem Standard, denn auf jeden wartete ein Bett bei seiner Gastfamilie. In diesem Sinne... ratzz zz zzz zzz zz Morgen geht's nach Växjö.
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